Altkanzler Schröder: Zeit für Rundumschlag, keine Zeit für Diskussion

Tatatataaa – der Altkanzler ist da. Keine Frage, dass do1.tv sich einen Termin auf dem eigenen Campus mit derart hohem Nachrichtenwert nicht entgehen lassen konnte. Möchte und kann Gerhard Schröder mitmischen in der Reihe der weisen Männer, die zurück- und nach vorne blicken, analysieren, kritisieren und gute Ratschläge verteilen? Mit dem so beruhigenden Wissen im Hinterkopf, politische Kabbeleien ein für allemal hinter sich gelassen zu haben? Hat Schröder das Zeug zum Helmut Schmidt-Nachfolger? Ohne Zigarette zwar, dafür aber mit einer Vorliebe für gewisse russische Staatsmänner?

Mit zwei Kameras bauten wir uns also im vollbesetzten Auditorium Maximum auf, zapften den Rednerpult-Ton an und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Schröder kam, erst ein bisschen müde (Schulorchester), dann klatschend (Bigband), schließlich herzlich lachend (Rede von Oberbürgermeister Sierau). Und sprach. Darüber, dass europäischer Zusammenhalt wichtig ist, wenn die EU als globaler Player zwischen den USA und den BRIC-Staaten bestehen will. Dass wir den Euro brauchen. Dass die EU die Türkei nicht „vor der Tür“ stehen lassen dürfe. Und dass wir die Partnerschaft zu Russland ausbauen sollten. Der Altkanzler lobte sich selbst für die Agenda 2010, plädierte für einen Mindestlohn, kritisierte Merkels anfängliche Griechenland-Krisenpolitik, stellte danach aber fest, dass die Kanzlerin nun auf dem richtigen Weg sei.

Kritische Töne also, aber auch versöhnliche Töne. Interviews sollte es eigentlich keine geben, wir ließen uns davon aber nicht abschrecken. Und durften Gerhard Schröder dann zwischen Tür und Angel tatsächlich eine Frage stellen. Wieso macht ein Altkanzler das, vor Studenten sprechen? Was kann das bringen? Anstöße, sagte Schröder. Er freue sich über wirtschaftsinteressierte junge Menschen – und vor allem freue er sich darauf, zu diskutieren.

Ob man bei vier Fragen aus dem Publikum und vier Antworten Schröders tatsächlich von Diskussion sprechen kann, sei dahingestellt. Ein Student rief jedenfalls aus der Menge: „Das ist doch keine Diskussion, wenn gar nicht jeder drankommt.“ Gespalten war auch die Meinung zu Schröders Einstellungen, das kam bei unserer do1-Umfrage unter Studenten im Anschluss an das Symposium durch. Gelernt haben trotzdem alle was. Und sei es, dass mit Gerhard Schröders mahnender Stimme wohl auch in den kommenden Jahren zu rechnen sein wird.

Zwischenraum: Ich will zum Film!


Glamour, Geld und Golden Globes – darum ging es Jan Mäuser nicht, als er seinen Job als Ergotherapeut hinschmiss und nach Dortmund kam, um Film zu studieren. Er wollte vor allem raus aus seinem persönlichen Zwischenraum, in dem er nicht zufrieden war mit seinem Beruf, aber auch nicht wusste, was er stattdessen machen wollte. Wie er zum Film kam und worum es in seinem neuesten Kurzfilm geht, hat er do1-Moderatorin Annika Koenig im neuen “Zwischenraum” erzählt.

Nahaufnahme: Von drauß’ vom Walde komm’ ich her…


In der Weihnachtszeit arbeiten? Für die meisten Leute unvorstellbar. Für Heinz-Jürgen Preuß und Heiko Tacke ist es Arbeit aus Leidenschaft. Schon seit 50 Jahren ist Heinz-Jürgen Preuß als Nikolaus in Dortmund und sogar im hohen Norden unterwegs. Heiko Tacke betreibt mit seiner Familie einen Weihnachtsbaumhof in Halver. Weihnachten ist für die beiden Männer Hochsaison – und trotzdem die schönste Zeit im Jahr.

Ortstermin Spezial: Urban Culture


Kultur: Das sind, ganz klar, Wagners Opern, Da Vincis Gemälde und Schillers Gedichte. Um Kultur zu erleben, muss man aber nicht erst ins Museum oder ins Theater – es reicht schon, raus auf die Straße zu gehen. „Urban Culture“ nennt sich das. do1-Moderatorin Julia Bömer a.k.a. MC Julia taucht ein in die Welt der Breakdancer und Beatboxer und lernt: Auch Stricken und Pilgern können urban sein.

TU lässt Klausuren in Westfalenhallen schreiben

Laut.Sprecher: Der Blick nach Rechts – Journalisten im Dilemma


Neonazis – durch die Entlarvung der Zwickauer Zelle sind sie in den Medien momentan groß auf der Agenda. Pushen die Redaktionen das Thema zu hoch? Oder wurde in der Vergangenheit einfach zu wenig über Neonazis in Deutschland berichtet? Wie sieht gute Berichterstattung aus? Und müssen Journalisten Angst haben, ihren Namen zu nennen, wenn sie über Rechtsextremismus berichten? do1-Moderatorin Susanna Zdrzalek sprach in unserem neuen do1-Talkformat “Laut.Sprecher” mit Journalistik-Professor Dr. Hans Bohrmann über Gefahren und Chancen.

Ortstermin: Ein Leben – viele Herausforderungen

Scheitern und Erfolg liegen oft nur Augenblicke auseinander. Das gilt nicht nur auf der Kartbahn, sondern auch im Berufsleben und erst recht auf dem Fußballplatz. Für den neuen Ortstermin sind unsere Reporter quer durchs Ruhrgebiet gereist, haben eine merkwürdige Achterbahn getestet, einen jungen Karrieristen zum Bewerbungsgespräch begleitet und sind den Ursprüngen der Rivalität zwischen Schalke und Dortmund auf den Grund gegangen. Moderatorin ist Isabel Sonnabend. Auch sie stellt sich einer Herausforderung.

Ortstermin: Vom großen und kleinen Geld

Studenten in der persönlichen Finanzkrise: Warum viele seit Monaten auf ihr BAföG warten und wie sie sich in der Zwischenzeit über Wasser halten * Verloren – und dann wiedergefunden: Was man mit 55,5 Mrd. alles anstellen könnte * Verzockt: Alle reden von der Krise – auch Studenten. Wie sich Börsenspekulationen tatsächlich auf das Studentenleben auswirken * Verdächtig: do1-Reporter auf Verbrecherjagd * Moderation: Léonie Lauer

Nahaufnahme: Im Wilden Westen

Stiefel, Sporen und ein Hut. Das sieht man sonst nur in alten Western-Filmen. Jürgen Marzinkowski trifft man allerdings im Ruhrpott. Er ist ein echter Cowboy – mit einer Ranch mitten in Dortmund.

Deutsch-Türkische Kulturwochen