Alles neu

Die neuen do1-Redakteure sind am Start! Unsere erste Sendung ist online, doch bis dahin war’s ein harter Weg. In nur anderthalb Wochen sollten wir eine komplette Sendung produzieren. Da sich niemand vorstellen konnte, wie viel Arbeit das tatsächlich sein würde, rasten wir alle hoch motiviert ins Thema: Was ist das Technische an der Technischen Universität Dortmund? Wir haben wild „gebrainstormed“ und schließlich fünf ganz wunderbare Beitragsthemen herausgefiltert.

Zum Einen haben wir die Sicherheit der mysteriösen H-Bahn erforscht, die ganz ohne Fahrer fährt, zum Anderen haben wir recherchiert, warum Studenten an der TU Dortmund noch immer einem Stempelwahnsinn ausgesetzt sind, wenn sie ihre Leistungsscheine sammeln. Noch dazu haben wir die Rolle der Frauen im Studiengang Informatik unter die Lupe genommen. Und wie stehen eigentlich die Studenten und die Professoren zur Umbenennung der TU? Unsere Technische Universität war nämlich bis 2007 eine ganz normale Uni. Und wie kam es überhaupt zur Umbenennung?

All diese Fragen werden in unserer ersten Sendung beantwortet. Durch die Sendung führt Nike Laurenz, die zum ersten Mal moderiert hat. Ob wir unsere Sache gut gemeistert haben, könnt ihr jetzt selbst entscheiden. Schaut’s euch an.

von Christina Albrecht

Wir sind wieder da!

„Wulffen“ ist das neue In-Wort dafür, Leuten die Mailbox voll zu quatschen. Wir hingegen spammen lieber. Denn auch im neuen Jahr gibt es Mails von uns im Schnitt 17 mal am Tag – als RvD muss man halt dafür sorgen, dass alles rund läuft (RvD = Redakteure vom Dienst und Chefs für zwei Wochen^^). Bei do1 haben wir in der letzten Woche zwei Sendungen und einen Newsflash betreut. Was man dafür benötigt ist letztendlich nur eine gute Struktur, eine „To do(1)-Liste“, ein funktionierendes Telefon. Obwohl wir mit der Planung des aktuellen Ortstermins: „ÜberDOsis: Der Ortstermin mit Nebenwirkungen“ relativ wenig zu tun hatten, weil Jana als fleißiges Bienchen und Sendungsverantwortliche bereits alles geregelt und geplant hatte, ging am Ende irgendwie trotzdem alles drunter und drüber.

Denn bevor eine do1-Sendung online gehen kann, ist ne Menge zu tun – und genauso viel kann halt auch schiefgehen.

Montags: Wir holen den neuesten Stand der aktuellen Sendungen ein. Läuft alles glatt? Wo wird noch Hilfe gebraucht? Hier in Dortmund haben wir den Luxus, direkt von den Mediengestalter-Azubis Unterstützung zu bekommen. Werden noch Schnittplätze benötigt? Wir buchen, schmeißen um und halten alle Änderungen fest. Das Redaktions-System Groupware ist dabei eine große Hilfe. Hier sind alle aktuellen Produktionen auf einen Blick hinterlegt. Montags sollten alle Beiträge für die kommende Sendung bereits soweit fertig sein, dass wir als RvDs und die Chefs vom Dienst noch einmal drüber schauen können. Der Rohschnitt wird also mehrmals besprochen und verbessert. Was einfach typisch ist für den Montag: Komplettes Schnittplatzchaos, es wurde zu wenig oder zu viel gebucht, der Rohschnitt der aktuellen Beiträge ist noch nicht fertig und am Ende sind wir die Bösen, weil wir entscheiden müssen, wer jetzt an welchen Schnittplatz darf.

Dienstags: Die RvDs bereiten die große Konferenz vor. Welche Probleme sind in der vergangenen Woche aufgefallen? Was kann man beim Dreh noch verbessern? Wer übernimmt in den nächsten zwei Wochen welche Dienste? Wie ist der aktuelle Stand der Sendungen? Alle großen und kleinen Wehwehchen werden hier besprochen, aber auch die neuesten Trends auf dem Fernseh- und Film-Markt. Was ist positiv aufgefallen? Was geht gar nicht? Von Beispielen lernen, das spielt bei uns eine große Rolle. Wir lernten letzte Woche: Tolle Schnittideen aus dem Film Hot Fuzz und wie bei Arte – Durch die Nacht mit… gelangweilte Interviewgäste ein tolles Format kaputtmachen können.

Mittwochs: Eigentlich Moderationsdreh-Tag. In der letzten Woche war der Dreh zum Ortstermin mit Nebenwirkungen ausnahmsweise schon am Dienstag. Was man dafür braucht: Mindestens einen RvD der den Dreh betreut, eine Aufnahme-Leitung, die dafür sorgt, dass alle Kameras richtig eingestellt sind, ein oder zwei Kamera-Männer und die Moderatorin. Im Vorfeld ist es Aufgabe des Sendungs-RvDs mit ihr die Moderation durchzugehen, auf Ungereimtheiten und Probleme hinzuweisen. So kommen wir auch zur Abnahme-Struktur bei Do1.

Kleiner Exkurs: Die Abnahme. Der erste Schritt zum eigenen Beitrag ist das Exposé. Kurz wird die Geschichte beschrieben, die Bilder und Einstellungen skizziert und Ansprechpartner mit möglichen Antworten aufgelistet. Das Exposé ist zugleich Drehanleitung und roter Faden. Es bewahrt einen in jeglicher Hinsicht vor einem späteren Chaos, ob beim Dreh oder im Schnitt. Das Exposé wird zuerst vom betreuenden RvD abgenommen, kritisiert und verbessert, danach gibt noch einmal der CvD seine Meinung dazu zum Besten. So läuft es bei jedem weiteren Produktionsschritt. Bei der Rohschnittabnahme am Montag und bei der Endabnahme am Dienstag. Das ist viel Bürokratie, aber: Sechs Augen sehen mehr als zwei, deshalb ist es so wichtig, mehrere Stufen zu durchlaufen.

Der Donnerstag: Die aktuelle Sendung wird zusammen gefahren und geht abends online. Für das Zusammenfahren sind die Azubis zuständig. Der Sendungs-RvD, der alles von Anfang bis Ende betreut hat, ist natürlich auch mit dabei. Je nachdem, wie gut die Tage vorher alles geklappt hat, kann das dauern – das sitzt man auch schon mal bis in die Nacht.

Aber egal, alle Mühe hat sich gelohnt, wenn wir eine tolle Sendung zusammengebaut haben. So weit so gut. Und der Stress der letzten Woche ist schnell vergessen – denn heute geht ja alles wieder von vorne los.

Inside Do1: Das wahre Leben der Uni-Journaille


Generationswechsel bei Do1 – und damit Zeit zum Auspacken über die haarsträubenden Zustände beim Fernsehen. Kalte Arbeitsatmosphäre und kritikresistente Chefs, die fordern, was sie selbst nie halten könnten. Dazu ein Arbeitsdruck, der dem Begriff „Deadline“ eine ganz neue Dimension überstülpt. Und das alles gegen voll gute Bezahlung nicht. Der Beweis: Dieses erschütternd erhellende Guerilla-Tape über den täglichen Fernsehwahnsinn in Dortmunds Campusredaktion Nummer 1.

Bettgeschichten: Geheimnisverräter Wikileaks


Regierungen in aller Welt mussten es im Jahr 2010 schmerzlich erfahren –
ihre Geheimnisse sind nicht mehr sicher. Der Verräter: Die
Internetplattform Wikileaks. Deren Mitarbeiter veröffentlichten tausende zugespielte
vertrauliche Dokumente und entlarvendes Videomaterial. Eine Fundgrube
brisanter Neuigkeiten – auch für Journalisten. Die diskutierten lebhaft
über Chancen und Risiken von Wikileaks – auch bei uns im Bett. Dort erzählte NDR-Redakteurin Annette
Leiterer von ihren Erfahrungen mit Wikileaks und von ihrer Arbeit beim
Medienmagazin ZAPP.

Ortstermin: Krasse Kerle

Das gibt es doch gar nicht. Doch! Ein Pförtner an der Technischen Universität springt in seiner Freizeit Treppen abwärts und kommt damit sogar ins Fernsehen. Ein ehemaliger Physikstudent lässt es auf den Bühnen in Deutschland richtig knallen. Dann packen richtig harte Typen den Professoren unter die Arme und schleppen Ordner und Tische in neue Büros und der wichtigste Mann der Uni Dortmund darf auch nicht fehlen: Der Herr der Schüssel. Wie sagte schon Goethe: “Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.” Aufgespürt haben diese “krassenTypen” die neuen Redakteure und Reporter der Fernseh-Lehrredaktion Do1. Zum Sommersemester sammeln nun die Journalistik- und Kulturwissenschaftsstudenten Erfahrungen als Fernsehschaffende. Übrigens: alle Zuschriften an die Redaktion in der Sendung sind frei erfunden.