Nahaufnahme: Journalismus-Konferenz in Nairobi

Während die globale Flüchtlingsfrage die Schlagzeilen in Deutschland dominiert, bleibt sie in Afrika ein unpopuläres Thema. So verpassen afrikanischen Medien den Mythos von Europa als Kontinent von Milch und Honig zu korrigieren. Die Integrationsschwierigkeiten, europäische Abschiebepraktiken oder die gefährlichen Fluchtrouten – aber auch die Chancen und das Leben in der afrikanischen Diaspora – spielen für viele Redaktionen keine Rolle. Das Projekt und Netzwerk Journalism in a Global Context, geleitet vom Erich-Brost-Institut für Internationalen Journalismus der TU Dortmund, will das ändern. 2015 begann es mit einer Konferenz in Deutschland, Ende November 2016 wurde es in der kenianischen Hauptstadt Nairobi fortgesetzt: Mit der ersten Konferenz über Migrationsberichterstattung in Afrika. Die beteiligten Journalisten und Medienwissenschaftler aus neun afrikanischen Staaten versprechen sich aus dem neuen Netzwerk vor allem eins: die Kräfte zu bündeln für ausgewogenen Journalismus.

Ortstermin: Handwerk im Pott

Friseur, Maler, Modedesign oder Buchbinder – viele Handwerksberufe haben eine lange Tradition. Doch sie stehen auch vor neuen Herausforderungen: Genug Aufträge an Land ziehen, Flüchtlinge fit machen für den Arbeitsmarkt oder einen Nachfolger für das eigene Unternehmen finden. Do1 stellt verschiedene Handwerksberufe in Dortmund vor.

Nahaufnahme: Kerstin und Kathrin – Unser Weg nach Rio


Seit 2013 rudern Kathrin Marchand und Kerstin Hartmann zusammen. Am
Olympiastützpunkt Dortmund trainieren die Studentinnen Kraft, Ausdauer und
Taktik. Im August stand für die beiden Ruderinnen ein weiterer Höhepunkt in ihrer
Profikarriere an – die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio.
Bereits 2012 sind sie in London an den Start gegangen und konnten erste
Olympialuft schnuppern. Wir haben die beiden vor ihrer zweiten Olympiateilnahme vier Monate lang mit der Kamera begleitet – auf und neben der Strecke.
Immer mit dem Ziel vor Augen: Rio 2016.

Nahaufnahme: Para-Cycler Hans-Peter Durst


Auf dem Dreirad zurück ins Leben: Hans-Peter Durst nimmt an den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro teil. Der 58-Jährige aus Dortmund geht nicht einfach nur an den Start: Er will aufs Podest! Ein Autounfall vor gut 20 Jahren hat sein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Seitdem leidet Hans-Peter Durst an Epilepsie, hat eine Sehstörung auf beiden Augen und ein spastisches Bein. Spezielle Dehn- und Balance-Übungen sowie ein Gehstock sind unerlässlich im Alltag des ehemaligen Bierbrauers. Doch dann verschreibt ihm ein Arzt ein Dreirad – der Wendepunkt im Leben von Hans-Peter Durst. Inzwischen kann er auf eine erfolgreiche Sportkarriere zurückblicken. Er ist mehrfacher Weltmeister im Para-Cycling – dem Radsport von körperlich eingeschränkten Menschen. Was ihm noch fehlt, ist eine Goldmedaille. Diesen Traum möchte er sich in Rio erfüllen. Das „Nahaufnahme“-Team spricht mit Hans-Peter Durst über den damaligen Unfall, seine bisherigen sportlichen Erfolge und die Paralympics in Brasilien.