Seine Haare sind strubbelig, sein Humor subtil, seine Literatur mausert sich zum Publikumsliebling.
Schriftsteller und Poetry Slammer Tobi Katze hat mit unserer Moderatorin Stella auf der Kokerei Zollverein ein Bett geteilt, einen Schwung aus dem vergangenen Hochkulturjahr erzählt und exklusiv für uns ein paar Verse zu Papier gebracht.
Für Künstler und Designer war das Kulturhauptstadtjahr eine willkommene Einnahmequelle und öffentliche Bühne zugleich. Doch was bleibt? „Ganz viel“, hofft Reinhild Kuhn vom Künstlernetzwerk Heimatdesign. Auf der Eisbahn der Zeche Zollverein philosophiert sie mit Moderatorin Katalin Vales darüber, wie viel Kultur und Heimatgefühl das Ruhrgebiet wirklich zu bieten hat.
Mal mitten auf Zeche im Bett zu liegen – das hätte sich Martin Ackermann nicht träumen lassen. Hart hat er viele Jahre in Essen auf der Kokerei der Zeche Zollverein gearbeitet. Jetzt führt er Besucher durch seine ehemalige Arbeitsstätte. In unserem Bett schwelgt Martin Ackermann in Erinnerungen aus Schweiß und Koks – und erzählt, was das Kulturhauptstadtjahr 2010 mit ihm gemacht hat.
Regierungen in aller Welt mussten es im Jahr 2010 schmerzlich erfahren –
ihre Geheimnisse sind nicht mehr sicher. Der Verräter: Die
Internetplattform Wikileaks. Deren Mitarbeiter veröffentlichten tausende zugespielte
vertrauliche Dokumente und entlarvendes Videomaterial. Eine Fundgrube
brisanter Neuigkeiten – auch für Journalisten. Die diskutierten lebhaft
über Chancen und Risiken von Wikileaks – auch bei uns im Bett. Dort erzählte NDR-Redakteurin Annette
Leiterer von ihren Erfahrungen mit Wikileaks und von ihrer Arbeit beim
Medienmagazin ZAPP.
Mit Lamas durch die Anden – das geht auch in Gelsenkirchen. Regisseurin Anna Wahle (rechts im Bild) hat’s in einem Kurzfilm festgehalten. In unserem Bett erzählt sie von ihrer Arbeit und dem Dreh in den Abraumhalden des Ruhrgebiets. Ihre Kollegin Melanie Andernach hat den Film als Teil der Kurzfilmreihe “Zeche is nich” produziert, war aber auch selbst im Melting-Ruhrpott unterwegs. Der kulminiert in “Ali sein Garten”, wo Wünsche nach ein bisschen Friede und Frischgemüse schützend von den Jägerzäunen deutscher Leitkultur umgrenzt werden.
Geschichtenerzähler gehören mit einer Taschenlampe unter die Bettdecke – und genau da haben wir uns mit Kameramann Michael Jung getroffen. Denn er erzählt Geschichten nicht mit Worten, sondern mit Bildern. Michael Jung hat zwar auch schon bei Germany´s next Topmodel gearbeitet, aber wenn ein Kind, dass an einer seltenen Krankheit leidet, zum ersten Mal ans Meer kommt, dann sind das für ihm die wirklich wichtigen Geschichten. Ob er auch schon mal einen Porno gedreht hat oder in Krisengebieten gefilmt hat? Das erzählt er Katalin Vales.
Schlafen ist gesund! Vor allem, wenn man so viel tourt wie Blumentopf. Die neue Platte (“Wir”) muss unter die Leute. Und die sind ja bekanntlich trotzdem auf nichts anderes aus als auf Partysafari. Also drücken Roger, Cajus, Holunder, Schu und Sepalot ordentlich auf’s Gas und liefern auf der Bühne die komplette Ladung Rap. Beim Juicy Beats in Dortmund gab’s zumindest für Schu und Cajus etwas Erholung bei uns im Bettgespräch.
In diesem Jahr war es wieder ein Kracher: Mit Bands wie Zoot Woman, Turbostaat oder Nouvelle Vague hat Dortmunds 15. Juicy-Beats-Festival Zehntausende in den Westfalenpark gelockt. Auch wir waren natürlich da und haben unser Bett ganz in der Nähe vom Florianturm auf die Liegewiese gezimmert. Während die “großen” Bands im Backstage feierten, waren die etwas kleineren bei uns auf der Matratze. Produzent und DJ Ante Perry, der in seinem Ape-Office unterm Turm später noch mit heftigen Aftershowsounds die Bude rockte, machte bei uns im Bett den ganz entspannten Robinson auf der Dauneninsel. Mehr Ante Perry unter www.anteperry.com.
Traubenzucker und Backstagekäse: “Lecker”, sagen Großstadtgeflüster. Ist klar! Denn wer die Jungs und Mädels aus Berlin kennt, weiß, dass deren gar nicht leiser Bühnenauftritt ganz schön auf die Pumpe geht – vom Kalorieverbrauch ganz zu schweigen. Jen, Raphael und Chriz waren dann auch mehr als glücklich, vor ihrem Gig beim Juicy Beats nochmal bei uns im Bett zu chillen. Der Preis dafür: ein gutes Gespräch. Anschauen!
Mehr Großstadtgeflüster unter: www.grossstadtgefluester.de
Geschwisterliebe geht über’s Ohr. So jedenfalls ist das bei Eva Milner und ihrem Bruder Philipp von Hundreds. Das Ergebnis ist sinnlicher Elektropop at it’s best. Kein Wunder, dass die Poprakete abhebt, Hundreds von Gig zu Gig und auch in unser Bett reißt. Wir haben uns sehr über den Besuch von Eva Milner gefreut – und das nicht nur, weil es Kaffee gab.