Es ist wieder so weit: do1-TV baut sein Set in der Europaschule in Dortmund auf und dreht eine weitere Ausgabe von „Melting Pot(t)“. Zu Gast haben wir diesmal den Australier Andrew. Er zeigt unserer Moderatorin Marianna, wie man „Anzac Biscuits“ backt. Diese australische Spezialität stammt aus dem Ersten Weltkrieg und ist mehrere Wochen haltbar. Andrew beweist aber nicht nur seine Backkünste, sondern erzählt uns auch von seinem Leben in Deutschland, von seiner Heimat Australien und von seiner neuen Leidenschaft, zu der er hier in Dortmund gefunden hat.
Ein Kronen, ein Hövels oder ein Brinkhoffs in der Hand und dazu eine Kippe – das gehört für viele zum perfekten Fußballabend. Auf Studentenpartys trifft man die beiden kleinen Laster auf jeden Fall an. Wie viel Tradition im Hopfen- und Gerstensaft steckt, ist den meisten nicht bewusst. Auch wir waren fasziniert, als wir für unseren aktuellen Ortstermin “Der Tradition auf der Spur” durch das Dortmunder Brauereimuseum streiften. 16 Brauereien gab es hier mal, Dortmund war wahrlich die Europäische Bierhauptstadt und die Maschinen und Geräte mit denen das süffige Naß produziert wurde, sind
heute noch sehr imposant. Kein Wunder, dass unser Moderator Karsten im alten Sudhaus ein wenig ehrfürchtig wurde.
Doch was ist aus dieser Tradition geworden? Die Industrialisierung und Massenproduktion hat sie weitestgehend platt gemacht. Damit hat die Bier-Branche wohl mehr als erwartet mit der analogen, etwas langsameren Zeit zu tun, der manche Menschen hinterher trauern. Andere assoziieren mit Traditionen oft Staub und mangelnde Beweglichkeit. Um auch mit diesem Vorurteil aufzuräumen, erfahrt ihr in unserer Sendung nicht nur, wie die Brau-Situation in Dortmund heute aussieht, sondern auch, wie Traditionen lebendig gehalten werden.
Lebendig und am Puls der Zeit bleibt übrigens auch die do1-Themenplanung. Kurz nachdem unser Beitrag zum baldigen Verbot der traditionsreichen Raucherkneipen in NRW fertig wurde, nahm
sich die rot-grüne Landesregierung noch einmal dieses Themas an. Jetzt steht fest, was im Beitrag noch als Perspektive angedeutet wird: Das Gesetz zum strengeren Nichtraucherschutz greift ab Mai
2013. Ob die Wirte beweglich genug sind, ihre Stammkunden mit anderen Ideen an sich zu binden, wird sich zeigen. Eines ist klar: Traditionelle Atmosphäre, Gemütlichkeit und Geselligkeit wird es
weiter geben – man muss es nur wollen. Die do1-Konferenzen sind dafür das beste Beispiel.
Rrrrrriiiiiing! – Ja, die Uni hat wieder angefangen! Das Semester geht los und damit kommt ein neuer Schub Studenten zu do1. Sie werden die Lehrredaktion nun mit ihrem jounralistischen Wissen bereichern – zu sehen zum Beispiel in unserem neuen Ortstermin, der am Donnerstag, 11. Oktober, online geht. Hier dreht sich alles um die Frage: „Was ist aus den Plänen rund um den Phönix-See geworden?“
Der See wurde auf dem Gelände eines stillgelegten Stahlwerks in Dortmund-Hörde künstlich angelegt – eine riesige Baustelle. Wie es heute um den Phoenix-See steht, erfahrt ihr in unserer Sendung. Die neuen do1-Reporter haben das Projekt kritisch hinterfragt: Wer genau profitiert eigentlich von dem Erholungsgebiet am Rande Dortmunds – und wer sieht sich ins Abseits gedrängt? Wir sprechen mit Restaurantbesitzern, am See lebende Familien und Experten vom Tiefbauamt – und finden heraus, ob man im Phoenix-See eigentlich schwimmen darf.
Durch die Sendung führt Saskia, die zum ersten Mal moderiert. Aufregend für sie, aufregend für uns – und natürlich auch für unsere Zuschauer. Klickt euch rein und schaltet ein, wenn do1 dem Phönix-See einen Besuch abstattet!
Kurz vor Ferienbeginn in der Klausurenphase fällt einem in der Uni oft die Decke auf den Kopf. Das ist so lange lustig, wie es sich nur um eine Redewendung handelt. Wenn man in einem do1-Schnittraum sitzt und im Nebenflur tatsächlich die Decke einstürzt, vergeht einem das Lachen sehr schnell! Vertieft in den Schnitt habe ich nur den Stromausfall mitbekommen. Die Schreie waren weit weg und ich habe gedacht, dass sich alle nur erschrocken hatten, weil es plötzlich dunkel wurde. Dann rief mich meine Kollegin aus der Redaktion im anderen Gebäude an und sagte, dass ich schnell rauskommen sollte. Zum Glück! Denn der Feueralarm ging erst später los. Ich bin raus und auf dem Flur war alles voller Wasser. Ich sah die Trümmer und befand mich mitten in der Absperrung. Alles ist gut ausgegangen, niemand ist verletzt. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz und die do1-Redaktion ist geschockt und berichtet in Kürze mit Bildern.
Bis man eine komplizierte Tanzchoreographie beherrscht, braucht es Geduld. Geduld mussten wir auch für unsere Nahaufnahme „Tanzlehrer“ beweisen. Schon vor sechs Monaten kam uns die erste Idee für ein Stück, das zeigen soll, wie anstrengend, aber auch wie großartig es sein kann, die Passion für den Tanz zum Beruf zu machen. Doch die Suche nach den passenden Protagonisten nahm einige Zeit in Anspruch – und auch die Dreharbeiten selbst dauerten deutlich länger als gedacht, aus Stunden wurden Tage. Dafür ließen unsere tollen Tänzer Vivien und Oliver uns aber auch nah an sich heran, ließen uns für eine gewisse Zeit teilhaben am Rhythmus ihres Lebens.
Im Schnitt hieß es dann wieder Geduld beweisen – die Bewegung hier bricht zu abrupt ab, dort sind Musik und Choreographie nicht mehr im Gleichgewicht. Doch jetzt ist unsere kleine, bescheidene Liebeserklärung ans Tanzen endlich fertig geworden. Wir hoffen, sie gefällt euch – und ihr bekommt etwas Lust, auch mal wieder zu tanzen.
Und hier ist noch ein kleiner Outtake: Vivien will ihrem Freund Patrick ein paar Tricks an der Pole-Stange zeigen, kommt allerdings nicht dazu…
Bei der Vorbereitung zu dem Dreh für unsere Klinikclown-Reportage machten wir uns im Vorfeld viele Gedanken über den Dreh. Normalerweise steht vor jedem Dreh eine Vorbesichtigung des Drehortes an und man spricht mit allen Protagonisten. Das war hier aufgrund der Privatsphäre der kleinen Patienten nicht möglich; außerdem sind die meisten Kinder nur kurz in der Kinderklinik. Deshalb konnten wir uns nur mit dem dem Clown Bernd Witte vorher treffen und mussten uns vom Rest überraschen lassen.
Aber wie würden die Kinder reagieren? Wir planten immerhin, mit zwei Kameras zu filmen. Besonders kleine Kinder werden dadurch schnell eingeschüchtert oder verstehen nicht wirklich, was gerade passiert. Und wie groß waren die Zimmer? Würden wir uns gegenseitig im Weg stehen?
Zunächst mussten wir uns in der Woche vor dem Dreh um die Dreherlaubnis kümmern. Wir brauchten von den Eltern aller Kinder eine Genehmigung, dass wir ihre Kinder filmen dürfen. Das ging glücklicherweise ganz gut, auch wenn wir nicht in alle Zimmer reingehen durften.
Beim Dreh selbst lief alles super. In den kleineren Zimmern war es zwar schwierig, sich nicht gegenseitig zu filmen. Da musste man auch schon mal kreativ werden, zum Beispiel sich zwischen zwei Betten auf den Popo setzen. Im Schnitt hat das aber recht gut geklappt, auch wenn wir öfters schimpfen mussten: „Mensch Hannah, da ist ja schon wieder deine Nase im Weg!“
Wirklich rührend waren vor allem die Kleinen. Nach wenigen Momenten hatten sie die Anwesenheit von drei jungen Frauen mit zwei großen Kameras akzeptiert und freuten sich sehr über den Besuch von Knolle und Wolke. Sie waren einfach nur süß und es war ein wirklich schöner Dreh.
Dass wir so ein sensibles Thema aufgreifen konnten, hat uns alle auch persönlich weitergebracht. Wir hoffen, dass euch die Reportage gefällt.
Es erschien auf unzähligen Facebook-Pinnwänden, wurde auf Youtube millionenfach angeklickt: „Kony 2012“, die Kampagne und das gleichnamige Video über den Kriegsverbrecher Joseph Kony, war auch in der do1-Redaktion ein großes Thema.
Für uns war klar: Über dieses Thema möchten wir im Laut.Sprecher, unserem Medien-Talk, mit einem Blogger diskutieren. Doch die Suche nach einem geeigneten Profi für soziale Medien und virtuelle Kampagnen gestaltete sich schwieriger als gedacht: Zur selben Zeit wie unser Aufzeichnungstermin begann in Berlin die re:publica, DER Treff der Blogger-Szene. Die Einladung in unseren schicken Raum im Dortmunder U konkurrierte plötzlich mit der Skyline der Hauptstadt und Vorträgen von Sascha Lobo oder Regierungssprecher Steffen Seibert.
Doch wir hatten wohl nicht genau genug gesucht, denn der Gesprächspartner, den wir für unsere Sendung haben wollten, wohnt direkt vor unserer Haustür: Der Wissenschaftler Dr. Bastian Pelka. Er forscht in Dortmund zu sozialen Netzwerken und Journalismus.
Für mich war es die erste Moderation vor der Fernsehkamera. Um wirklich nervös zu sein, war ich aber zu müde, ich hatte in der Nacht vor der Aufzeichnung nicht allzu viel Schlaf bekommen. Zum Glück tat der doppelte Espresso seine Wirkung und ich nickte während des Gesprächs nicht ein – was bei dem interessanten Gast auch wirklich schade gewesen wäre. Wie ich mich sonst geschlagen habe, das könnt ihr entscheiden.
Als Bonus wollten wir Fiete Stegers, Online-Journalist des NDR und Blogger aus Hamburg, per Skype zum Talk hinzuschalten. Doch nach dem Tag der Arbeit war die Verbindung noch in Feiertagslaune und stürzte immer wieder ab. Schließlich konnten wir Stegers doch noch erreichen. Warum er glaubt, dass Kony auch für die klassische Medien ein großes Thema ist, seht ihr hier:
Die neuen do1-Redakteure sind am Start! Unsere erste Sendung ist online, doch bis dahin war’s ein harter Weg. In nur anderthalb Wochen sollten wir eine komplette Sendung produzieren. Da sich niemand vorstellen konnte, wie viel Arbeit das tatsächlich sein würde, rasten wir alle hoch motiviert ins Thema: Was ist das Technische an der Technischen Universität Dortmund? Wir haben wild „gebrainstormed“ und schließlich fünf ganz wunderbare Beitragsthemen herausgefiltert.
Zum Einen haben wir die Sicherheit der mysteriösen H-Bahn erforscht, die ganz ohne Fahrer fährt, zum Anderen haben wir recherchiert, warum Studenten an der TU Dortmund noch immer einem Stempelwahnsinn ausgesetzt sind, wenn sie ihre Leistungsscheine sammeln. Noch dazu haben wir die Rolle der Frauen im Studiengang Informatik unter die Lupe genommen. Und wie stehen eigentlich die Studenten und die Professoren zur Umbenennung der TU? Unsere Technische Universität war nämlich bis 2007 eine ganz normale Uni. Und wie kam es überhaupt zur Umbenennung?
All diese Fragen werden in unserer ersten Sendung beantwortet. Durch die Sendung führt Nike Laurenz, die zum ersten Mal moderiert hat. Ob wir unsere Sache gut gemeistert haben, könnt ihr jetzt selbst entscheiden. Schaut’s euch an.
Bald ist Valentinstag, rote Rosen und große Plüschherzen liegen schon in den Schaufenstern großer Kaufhäuser bereit. Doch die ewige Liebe bleibt immer öfter ein unerfüllter Traum: Mehr als jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden, Tendenz steigend. Welche Folgen hat das für Kinder, die die Scheidung ihrer Eltern erleben?
Unsere Kollegen Philipp Glitz und Laura Döing haben mit jungen Menschen gesprochen, deren Eltern sich getrennt haben. Es geht um unsichtbare Narben und unausgespochene Vorwürfe, aber auch um den Zusammenhalt, den sich Familien trotz Scheidung erhalten können. “Trenungskinder” – unsere neue Nahaufnahme. Ihr seht sie ab Donnerstag, 9. Februar, auf do1.tv.
Tatatataaa – der Altkanzler ist da. Keine Frage, dass do1.tv sich einen Termin auf dem eigenen Campus mit derart hohem Nachrichtenwert nicht entgehen lassen konnte. Möchte und kann Gerhard Schröder mitmischen in der Reihe der weisen Männer, die zurück- und nach vorne blicken, analysieren, kritisieren und gute Ratschläge verteilen? Mit dem so beruhigenden Wissen im Hinterkopf, politische Kabbeleien ein für allemal hinter sich gelassen zu haben? Hat Schröder das Zeug zum Helmut Schmidt-Nachfolger? Ohne Zigarette zwar, dafür aber mit einer Vorliebe für gewisse russische Staatsmänner?
Mit zwei Kameras bauten wir uns also im vollbesetzten Auditorium Maximum auf, zapften den Rednerpult-Ton an und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Schröder kam, erst ein bisschen müde (Schulorchester), dann klatschend (Bigband), schließlich herzlich lachend (Rede von Oberbürgermeister Sierau). Und sprach. Darüber, dass europäischer Zusammenhalt wichtig ist, wenn die EU als globaler Player zwischen den USA und den BRIC-Staaten bestehen will. Dass wir den Euro brauchen. Dass die EU die Türkei nicht „vor der Tür“ stehen lassen dürfe. Und dass wir die Partnerschaft zu Russland ausbauen sollten. Der Altkanzler lobte sich selbst für die Agenda 2010, plädierte für einen Mindestlohn, kritisierte Merkels anfängliche Griechenland-Krisenpolitik, stellte danach aber fest, dass die Kanzlerin nun auf dem richtigen Weg sei.
Kritische Töne also, aber auch versöhnliche Töne. Interviews sollte es eigentlich keine geben, wir ließen uns davon aber nicht abschrecken. Und durften Gerhard Schröder dann zwischen Tür und Angel tatsächlich eine Frage stellen. Wieso macht ein Altkanzler das, vor Studenten sprechen? Was kann das bringen? Anstöße, sagte Schröder. Er freue sich über wirtschaftsinteressierte junge Menschen – und vor allem freue er sich darauf, zu diskutieren.
Ob man bei vier Fragen aus dem Publikum und vier Antworten Schröders tatsächlich von Diskussion sprechen kann, sei dahingestellt. Ein Student rief jedenfalls aus der Menge: „Das ist doch keine Diskussion, wenn gar nicht jeder drankommt.“ Gespalten war auch die Meinung zu Schröders Einstellungen, das kam bei unserer do1-Umfrage unter Studenten im Anschluss an das Symposium durch. Gelernt haben trotzdem alle was. Und sei es, dass mit Gerhard Schröders mahnender Stimme wohl auch in den kommenden Jahren zu rechnen sein wird.