Sendung Ernährungscheck: Wichtige Tipps zur veganen Ernährung

Obwohl es dem zweijährigen Ben aus unserem Beitrag gut geht und er keine bemerkbaren Mangelerscheinungen aufweist, heißt das noch lange nicht, dass eine vegane Ernährung bei Kindern immer risikofrei ist. Ganz im Gegenteil, Ben ist lediglich ein Einzelfall. Nicht umsonst rät sowohl das Dortmunder Institut für Kinderernährung als auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung davon ab, Kinder ohne tierische Produkte zu ernähren.
Wenn Sie ihr Kind vegan ernähren wollen, gilt deswegen vor allem eins: Sprechen Sie mit einem Kinderarzt über ihr Vorhaben und lassen Sie ihr Kind regelmäßig untersuchen, um Nährstoffmangel auszuschließen. Eine Blutuntersuchung ist dabei oft nicht vermeidbar. Darüber hinaus hat Doktor Sigurd Milde noch ein paar generelle Tipps für eine gesunde vegane Ernährung:

Nicht nur in Fleisch ist viel Eisen, auch in Getreide ist es enthalten. Dem menschlichen Körper fällt es jedoch schwerer, dieses auch aufzunehmen. Helfen kann die gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C, das in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten ist.
An Vitamin B12 als Ergänzungsmitteln führt kein Weg vorbei. Dieses ist fast ausschließlich in tierischen Produkten enthalten. Da der Körper das Vitamin lange speichern kann, macht sich der Mangel bei Erwachsenen erst nach einigen Jahren der veganen Ernährung bemerkbar. Kinder jedoch haben ihre B12 Speicher nicht aufgefüllt. Bei Ihnen kann es deshalb früher zu Problemen kommen.
Auch bei Zink sollte über die Nutzung von Nahrungsergänzungsmitteln nachgedacht werden.

Weitere hilfreiche Links
http://www.zeit.de/2013/44/kinder-vegane-ernaehrung
http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=1130
http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/vegetarismus-kann-bei-kinder-zu-mangelerscheinungen-fuehren-a-938216.html

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