Monatsarchiv: November 2012.

Bettgeschichten im Hörsaal: Klassik vor!


Klassische Musik ist nicht zeitgemäß? Junge Leute hören sich so etwas gar nicht mehr an? Von wegen! In der dritten Folge der „Bettgeschichten im Hörsaal“ von do1-TV und nrwision gibt Michael Stegemann, Professor für Musikwissenschaften, Einblicke in die Musikforschung. In einem spannenden Gespräch erklärt er Moderatorin Cathérine Wenk, was klassische Musik ausmacht, warum sie immer noch aktuell ist und wie sich klassische und moderne Musik verbinden lassen.

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Raucherkneipen, Standardtanz und Gerstensaft: do1 berichtet über Traditionen

Ein Kronen, ein Hövels oder ein Brinkhoffs in der Hand und dazu eine Kippe – das gehört für viele zum perfekten Fußballabend. Auf Studentenpartys trifft man die beiden kleinen Laster auf jeden Fall an. Wie viel Tradition im Hopfen- und Gerstensaft steckt, ist den meisten nicht bewusst. Auch wir waren fasziniert, als wir für unseren aktuellen Ortstermin „Der Tradition auf der Spur“ durch das Dortmunder Brauereimuseum streiften. 16 Brauereien gab es hier mal, Dortmund war wahrlich die Europäische Bierhauptstadt und die Maschinen und Geräte mit denen das süffige Naß produziert wurde, sind
heute noch sehr imposant. Kein Wunder, dass unser Moderator Karsten im alten Sudhaus ein wenig ehrfürchtig wurde.

Doch was ist aus dieser Tradition geworden? Die Industrialisierung und Massenproduktion hat sie weitestgehend platt gemacht. Damit hat die Bier-Branche wohl mehr als erwartet mit der analogen, etwas langsameren Zeit zu tun, der manche Menschen hinterher trauern. Andere assoziieren mit Traditionen oft Staub und mangelnde Beweglichkeit. Um auch mit diesem Vorurteil aufzuräumen, erfahrt ihr in unserer Sendung nicht nur, wie die Brau-Situation in Dortmund heute aussieht, sondern auch, wie Traditionen lebendig gehalten werden.

Lebendig und am Puls der Zeit bleibt übrigens auch die do1-Themenplanung. Kurz nachdem unser Beitrag zum baldigen Verbot der traditionsreichen Raucherkneipen in NRW fertig wurde, nahm
sich die rot-grüne Landesregierung noch einmal dieses Themas an. Jetzt steht fest, was im Beitrag noch als Perspektive angedeutet wird: Das Gesetz zum strengeren Nichtraucherschutz greift ab Mai
2013. Ob die Wirte beweglich genug sind, ihre Stammkunden mit anderen Ideen an sich zu binden, wird sich zeigen. Eines ist klar: Traditionelle Atmosphäre, Gemütlichkeit und Geselligkeit wird es
weiter geben – man muss es nur wollen. Die do1-Konferenzen sind dafür das beste Beispiel.

Karen Grass

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Ortstermin: Der Tradition auf der Spur

Sie sind alles, was wir kennen, hassen, lieben: Traditionen. Der Begriff kommt vom lateinischen tradere, was so viel wie „übergeben“ bedeutet. Für den aktuellen Ortstermin beobachten die do1-Reporter, wie ganz bestimmte Traditionen von Generation zu Generation weitergegeben werden und so die Jahrzehnte überdauern. Das kann bei bei jüdischen Hochzeiten sehen, aber auch in der Tanzschule. Andere alte Bräuche sterben wohl bald aus, die Zigarette zum Bier in der Kneipe zum Beispiel. Denn die Landesregierung NRW will ab Mai 2013 konsequenten Nichtraucherschutz durchsetzen. Was denken Kneipenbesucher und Wirte darüber? Auch Moderator Karsten Kaminski taucht in eine langsam verschwindende Traditionswelt ein: Er besucht das Brauereimuseum Dortmund, das vom alten Brauhandwerk erzählt.

„Und der LfM-Bürgermedienpreis geht an…“

Team "Melting Pott": Fritz Fechner, Christina Albrecht und Jana Banse (von links).

Im November wurden beim neunten LfM-Bürgermedienpreis im Colosseum-Theater in Essen gleich zwei do1-Produktionen mit einem ersten Preis ausgezeichnet. In der Kategorie Format gewann „Melting Pot(t)“, eine von Jana Banse und Team entwickelte Kochshow. Als bester Beitrag würdigte die Jury den Film „Ein Leben im Rhythmus“ der Dortmunder Journalistik-Studenten Samuel Acker und Johanna Fritz.

Jana Banse, Journalistik-Studentin und do1-TV-Mitglied über ihren Preis: „Das ist eine besonders große Würdigung für all diejenigen, die noch nicht so lange in der Medienbranche unterwegs sind. Und die Preisgelder eröffnen natürlich ganz neue Möglichkeiten, neue Projekte zu starten. Wir Studenten haben ja nicht so ein großes Startkapital.“ 1000 Euro gab es für die Erstplatzierten. Wer es auf die Liste der Nominierten geschafft hatte, konnte sich über eine Prämie von 250 Euro freuen.

„Melting Pot(t)“ ist eine Kochsendung, die sich nicht nur mit der kulinarischen, sondern auch mit der kulturellen Vielfalt im Ruhrgebiet befasst. In der ersten Folge kochte Moderatorin Jana mit Gabriel Rodriguez-Silvero aus Paraguay – und lernte nicht nur das Nationalgericht Paraguays kennen, sondern auch viele andere Eigenarten des Landes. Der Beitrag „Ein Leben im Rhythmus“ taucht in die Leben eines Stepptanzlehrers und einer Poledance-Lehrerin ein – zwei Menschen, die gegensätzlicher nicht sein könnten und doch viel gemeinsam haben. Bei der Bewerung achtete die Jury nicht nur auf den Inhalt der Produktionen, sondern auch au Kameraarbeit, Schnitt und Ton.

Die Autoren von "Leben im Rhythmus", Samuel Acker und Johanna Fritz.

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) vergibt einmal jährlich den LfM-Bürgermedienpreis für besonders kreative Programmleistungen in den nordrhein-westfälischen Bürgermedien. Ziel des Preises ist die Förderung der Qualität in den Bürgermedien.

Newsflash: Verqueere Welten

Bettgeschichten im Hörsaal: Physik, die Spaß macht

In der Schule war Physik für viele das Horrorfach. Trocken, kompliziert, unverständlich. Der diplomierte Physiker und Entertainer Marcus Weber zeigt, dass Physik auch ganz anders sein kann. Weber hat selbst in Dortmund studiert und die Comedy-Gruppe „Die Physikanten“ gegründet. In den „Bettgeschichten im Hörsaal“ erzählt er Moderatorin Brinja Bormann, wie er Wissenschaft und Comedy verbindet, was ihn an seinem Fachgebiet fasziniert – und dass für spannende Experimente Wasser und Luft häufig völlig ausreichen sind. Das führt er zwischen Kissen und Daunendecken auch vor und begeistert das Publikum im Hörsaal. Die zweite Folge der „Bettgeschichten im Hörsaal“ vom Tag der offenen Tür an der TU Dortmund, präsentiert von do1-TV und nrwision.

S-Bahn-Probleme im Herbst

Hoch lebe der Hund


Else bekommt in einer Operation einen Beinfehler behoben. Chester lässt es sich beim Friseur gut gehen und Lula verspeist nur Essen, das frei von Zusatzstoffen ist. Else, Chester und Lula – das sind nicht etwa fitte und gesundheitsbewusste Menschen. Die drei sind Hunde. Diese Art von Fürsorge rund um den Vierbeiner ist kein Einzelfall. Immer mehr Hundebesitzer lassen ihren Lieblingen die gleiche Pflege wie sich selbst zukommen – und manchmal sogar noch ein bisschen mehr.