Monatsarchiv: Mai 2012.

Nahaufnahme: Von hier an blind


Er hört, wenn die richtige U-Bahn einfährt, erfühlt das passende T-Shirt am Morgen und weiß genau, wo er den Haustürschlüssel hingeworfen hat. Andreas Schmitz ist sehbehindert. In der Nahaufnahme hat do1 Andreas in seiner Welt begleitet. Wenn er als Lehrer seinen Schülern Selbstbewusstsein vermittelt, wenn er blitzschnell durch Dortmunds Innenstadt flitzt. Und wenn er mit seiner Freundin am Abend Torball spielt. Ein faszinierender Mensch, der die Welt ein bisschen anders wahrnimmt.

Ortstermin: Cool bleiben!


Sonnenbrille auf und ab ins Freibad – der Sommer ist da! Wer hat da schon Lust, sich Gedanken über sein nächstes Referat zu machen? Also gehen wir raus und geben euch die richtige Abkühlung mit Sport, Eis, Musik und der richtigen Arschbombe im sommerlichen Ortstermin: Cool bleiben!

Kids freuten sich auf Klinik-Clown-Dreh

Bei der Vorbereitung zu dem Dreh für unsere Klinikclown-Reportage machten wir uns im Vorfeld viele Gedanken über den Dreh. Normalerweise steht vor jedem Dreh eine Vorbesichtigung des Drehortes an und man spricht mit allen Protagonisten. Das war hier aufgrund der Privatsphäre der kleinen Patienten nicht möglich; außerdem sind die meisten Kinder nur kurz in der Kinderklinik. Deshalb konnten wir uns nur mit dem dem Clown Bernd Witte vorher treffen und mussten uns vom Rest überraschen lassen.

Aber wie würden die Kinder reagieren? Wir planten immerhin, mit zwei Kameras zu filmen. Besonders kleine Kinder werden dadurch schnell eingeschüchtert oder verstehen nicht wirklich, was gerade passiert. Und wie groß waren die Zimmer? Würden wir uns gegenseitig im Weg stehen?

Zunächst mussten wir uns in der Woche vor dem Dreh um die Dreherlaubnis kümmern. Wir brauchten von den Eltern aller Kinder eine Genehmigung, dass wir ihre Kinder filmen dürfen. Das ging glücklicherweise ganz gut, auch wenn wir nicht in alle Zimmer reingehen durften.

Beim Dreh selbst lief alles super. In den kleineren Zimmern war es zwar schwierig, sich nicht gegenseitig zu filmen. Da musste man auch schon mal kreativ werden, zum Beispiel sich zwischen zwei Betten auf den Popo setzen. Im Schnitt hat das aber recht gut geklappt, auch wenn wir öfters schimpfen mussten: „Mensch Hannah, da ist ja schon wieder deine Nase im Weg!“

Wirklich rührend waren vor allem die Kleinen. Nach wenigen Momenten hatten sie die Anwesenheit von drei jungen Frauen mit zwei großen Kameras akzeptiert und freuten sich sehr über den Besuch von Knolle und Wolke. Sie waren einfach nur süß und es war ein wirklich schöner Dreh.

Dass wir so ein sensibles Thema aufgreifen konnten, hat uns alle auch persönlich weitergebracht. Wir hoffen, dass euch die Reportage gefällt.

von Adriane Palka

Urban Movements im Dortmunder U

Clownsvisite. Lachen ist die beste Medizin.


Pappnase aufsetzen, herumalbern, Witze reißen: Bernd Witte verwandelt sich einmal die Woche in einen Clown namens Knolle. Er arbeitet jedoch nicht im Zirkus oder auf Festen: Knolle ist ein Klinikclown und bringt die Kinder im Dortmunder Krankenhaus auf fröhliche Gedanken. Ein Job, für den man viel Feingefühl benötigt – und der nicht immer einfach ist. Ein Film von Julia Knübel, Adriane Palka und Hannah Sanders.

Dortmunds Nordstadt. Ein Kiez im Umbruch.


Am 16. Mai 2011 wird der Dortmunder Straßenstrich geschlossen und die gesamte Stadt zum Sperrbezirk für Prostitution erklärt. Die offizielle Begründung: Der Straßenstrich in der Nordstadt ist ein Anziehungspunkt für Kriminelle, die weitere Probleme im Viertel verursachen.

Der Strich ist weg, doch für 700 Prostituierte gibt es keine Alternative. Das Problem bleibt: Viele der Frauen arbeiten weiter in der Nordstadt – tarnen sich in Jeans und Sweatshirt und bieten ihre Dienste in Internetcafés und Wettbüros an. Die Prostituierte Danny ist in die Nachbarstadt Castrop-Rauxel ausgewichen und empfängt an einem einsamen Parkplatz ihre Freier.

Alexander Spelsberg und Caroline Biallas haben ein Jahr lang in der Dortmunder Nordstadt recherchiert – sich mit Prostituierten und Politikern, Anwohnern und Polizisten unterhalten. Am 16. Mai 2012 blickt der Film auf ein Jahr Nordstadt ohne Straßenstrich zurück.

Und die Anwohner beantworten die Frage: Hat die Schließung des Straßenstrichs überhaupt etwas bewirkt?

+++Verletzte bei H-Bahn-Unfall+++

Anschauen! Doku-Film über die Nordstadt

Gute Sprüche für die Nordstadt

Ortstermin spezial: Entscheidet euch!

Ihr habt die Wahl – zwischen 17 Parteien. Denn die stehen alle auf dem Wahlzettel für die NRW-Landtagswahl 2012. Und genau um sie dreht sich unsere Sendung:

Der Wahlomat im Satiretest +++ Parteigründung leicht gemacht +++ Piraten auf rauher See +++ Die schwierige Suche nach Wahlhelfern

Auch unsere Moderatorin Isabel Sonnabend hat die Qual der Wahl, und zwar im Kiosk. Lakritz oder Gummibärchen – gar nicht so einfach…