Monatsarchiv: Februar 2012.

Das wirklich wahre Erasmus-Leben


Ein Erasmus-Semester im Ausland eröffnet tolle Möglichkeiten: Eine neue Sprache lernen, eine fremde Kultur erleben und interessante Seminare an einer ausländischen Universität besuchen. Jedes Semester kommen Studierende aus aller Welt mit ihren ganz persönlichen Erwartungen an die TU Dortmund. Doch in der Realität sieht die Erasmus-Zeit dann manchmal ganz anders aus, nämlich noch viel besser als erwartet – finden die do1-Erasmus-Studenten.

Tauschmob: Tauschen statt kaufen

Obdachlose suchen Schutz vor Kälte

Nahaufnahme: Trennungskinder


Schweigen am Mittagstisch, getrennte Schlafzimmer, Papa ist nur am Wochenende da. Im Film von Laura Döing und Philipp Glitz sprechen Trennungskinder. Was würden sie anders machen? Bleiben Eltern trotz Trennung noch Vorbilder? Gibt es überhaupt eine schmerzfreie Trennung? Der Papa von Christof und Jana ist vor einem Jahr ausgezogen, Christins Eltern sind seit sechs Jahren getrennt. Moritz ist nach der Trennung bei seiner
Mutter geblieben. Das ist jetzt zehn Jahre her.

„Trennungskinder“ – Zwischen Wut und Wehmut

Bald ist Valentinstag, rote Rosen und große Plüschherzen liegen schon in den Schaufenstern großer Kaufhäuser bereit. Doch die ewige Liebe bleibt immer öfter ein unerfüllter Traum: Mehr als jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden, Tendenz steigend. Welche Folgen hat das für Kinder, die die Scheidung ihrer Eltern erleben?

Unsere Kollegen Philipp Glitz und Laura Döing haben mit jungen Menschen gesprochen, deren Eltern sich getrennt haben. Es geht um unsichtbare Narben und unausgespochene Vorwürfe, aber auch um den Zusammenhalt, den sich Familien trotz Scheidung erhalten können. „Trenungskinder“ – unsere neue Nahaufnahme. Ihr seht sie ab Donnerstag, 9. Februar, auf do1.tv.

Altkanzler Schröder: Rundumschlag, aber keine Diskussion


Gerhard Schröder zu Gast an der TU Dortmund. Beim Neujahrssymposium der
Ökonomischen Bildung 2012 am Mittwoch sprach der Altkanzler über die „Perspektiven und Herausforderungen für Deutschland und Europa in einer globalisierten Welt“. Unsere Reporter von do1.tv waren vor Ort und haben die Thesen Schröders – von der Zukunft Europas, über die Euro-Krise und Türkei-Beitritt – für euch zusammengefasst.

Altkanzler Schröder: Zeit für Rundumschlag, keine Zeit für Diskussion

Tatatataaa – der Altkanzler ist da. Keine Frage, dass do1.tv sich einen Termin auf dem eigenen Campus mit derart hohem Nachrichtenwert nicht entgehen lassen konnte. Möchte und kann Gerhard Schröder mitmischen in der Reihe der weisen Männer, die zurück- und nach vorne blicken, analysieren, kritisieren und gute Ratschläge verteilen? Mit dem so beruhigenden Wissen im Hinterkopf, politische Kabbeleien ein für allemal hinter sich gelassen zu haben? Hat Schröder das Zeug zum Helmut Schmidt-Nachfolger? Ohne Zigarette zwar, dafür aber mit einer Vorliebe für gewisse russische Staatsmänner?

Mit zwei Kameras bauten wir uns also im vollbesetzten Auditorium Maximum auf, zapften den Rednerpult-Ton an und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Schröder kam, erst ein bisschen müde (Schulorchester), dann klatschend (Bigband), schließlich herzlich lachend (Rede von Oberbürgermeister Sierau). Und sprach. Darüber, dass europäischer Zusammenhalt wichtig ist, wenn die EU als globaler Player zwischen den USA und den BRIC-Staaten bestehen will. Dass wir den Euro brauchen. Dass die EU die Türkei nicht „vor der Tür“ stehen lassen dürfe. Und dass wir die Partnerschaft zu Russland ausbauen sollten. Der Altkanzler lobte sich selbst für die Agenda 2010, plädierte für einen Mindestlohn, kritisierte Merkels anfängliche Griechenland-Krisenpolitik, stellte danach aber fest, dass die Kanzlerin nun auf dem richtigen Weg sei.

Kritische Töne also, aber auch versöhnliche Töne. Interviews sollte es eigentlich keine geben, wir ließen uns davon aber nicht abschrecken. Und durften Gerhard Schröder dann zwischen Tür und Angel tatsächlich eine Frage stellen. Wieso macht ein Altkanzler das, vor Studenten sprechen? Was kann das bringen? Anstöße, sagte Schröder. Er freue sich über wirtschaftsinteressierte junge Menschen – und vor allem freue er sich darauf, zu diskutieren.

Ob man bei vier Fragen aus dem Publikum und vier Antworten Schröders tatsächlich von Diskussion sprechen kann, sei dahingestellt. Ein Student rief jedenfalls aus der Menge: „Das ist doch keine Diskussion, wenn gar nicht jeder drankommt.“ Gespalten war auch die Meinung zu Schröders Einstellungen, das kam bei unserer do1-Umfrage unter Studenten im Anschluss an das Symposium durch. Gelernt haben trotzdem alle was. Und sei es, dass mit Gerhard Schröders mahnender Stimme wohl auch in den kommenden Jahren zu rechnen sein wird.

Sinnesrausch: Diesmal berauscht vom Yellow Express

do1 im Sinnesrausch: „Yellow Express“ waren mit uns im Studio und haben die 60er Jahre wieder aufleben lassen. Funk und Soul made in Bergkamen, der „neuen Hauptstadt
des Soul im Ruhrgebiet“, wie die Band selbst sagt. Bis spät in die Nacht haben Musiker und Technik-Team zusammen geschuftet – zum Sound von Soul-Klassikern wie
„Mustang Sally“, „Hold on I’m Coming“ oder „Respect“. Das Konzert ist der Auftakt zur „Soul Train“-Tour der Band, die am 5. Februar beginnt.